Burgen und Burgruinen im Harz

Im Gebiet des Harzes gab es einst etwa 500 Burgen. Einige wenige von ihnen sind noch heute unversehrt und in gutem Zustand, aber die meisten wurden im Laufe der mehr als 1000jährigen Harzer Geschichte zu Ruinen. Sie können diese historischen Bauwerke in allen Teilen dieses Mittelgebirges finden. Oftmals lassen die imposanten Reste einstige Macht und Größe bis in unsere Tage hinein erahnen.

Schon die im Harz ansässigen Germanenstämme versuchten sich durch primitive Wallanlagen gegen Feinde zu schützen. Die Einrichtung von Pfalzen durch die ersten deutschen Könige und Kaiser führte zum Bau von Burgen, die zum Schutz der Pfalzen dienen sollten. Ab dem 10. Jahrhundert begann eine rege Burgenbautätigkeit im Harz.  Im Laufe der Geschichte und vieler blutiger Auseinandersetzungen wechselten viele Burgen ihren Besitzer, wurden zerstört und wiederaufgebaut. In den Wirren des dreißigjährigen Krieges zerstörten durchziehende Heerhaufen die letzten wehrhaften Burgbauten im Harz.


 

Burgruine Harzburg

Die Harzburg südlich von Bad Harzburg an der Bergseilbahn, welche 1065 bis 1069 unter Heinrich IV. zur befestigten Residenz ausgebaut wurde, soll einen Vorgängerbau besessen haben, was jedoch nicht urkundlich belegt ist. Sie diente vornehmlich dem Schutz der Kaiserpfalz in Goslar. Die Harzburg hatte eine strategisch sehr günstige Lage und war eine der modernsten Burganlagen der damaligen Zeit. Doch viel genutzt hat es nicht:
Als im Jahre 1073 ein Aufstand gegen Heinrich IV. ausbrach, flüchtete er auf die Harzburg. Diese wurde darauf hin von sächsischen Truppen belagert. Dem König gelang die Flucht durch den Burgbrunnen und einen Geheimgang, die Harzburg selbst wurde kurze Zeit später im März 1074 von den aufständischen Sachsen zerstört. Es folgte die Neuerrichtung durch Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“. Kaiser Otto IV. vollendete das Bauwerk. Dieser starb im Jahre 1218 auf der Harzburg.
Die Harzburg verlor daraufhin ihren Status als Reichsburg und wechselte in der Folgezeit häufig den Besitzer. Im Laufe der Zeit wurde ihre Bedeutung immer geringer und sie begann, langsam zu verfallen. Ein im 16. Jahrhundert geplanter Wiederaufbau der Burg scheiterte an den zu hohen Kosten. Nach den überstandenen Wirren des Dreißigjährigen Krieges verkam die Harzburg zum Räubernest und wurde 1650 abgebrochen. Im 17. Jahrhundert wurden noch vorhandene Reste von Gebäuden der alten Harzburg abgerissen.  Der Sage nach soll hier ein Altar des heidnischen Gottes Krodo gestanden haben. Unter Karl dem Großen soll an der Stelle des heidnischen Heiligtums eine christliche Kapelle erbaut worden sein. Heute sind nur noch Fundamente und Mauerreste der Harzburg zu sehen, aber der Blick vom 482 m hohen Burgberg auf die Stadt und das nördliche Harzvorland ist beeindruckend. Innerhalb der Burganlage hat man 1569 eine Salzquelle entdeckt.

 

 

Burg Windhausen

Sie fahren von Quedlinburg aus auf der B6 über Westerhausen, weiter auf der B6n, wieder auf der B6, auf der B82, über der A7 zur B243 in Richtung Windhausen. Im Ort fahren Sie auf der "Untere Harzstraße" linker Hand zur Burgstraße.Im Ort Windhausen liegt die gleichnamige Burgruine, in unmittelbarer Nähe der A7.

Im Jahre 1234 fand die Burg ihre erste urkundliche Erwähnung. Alschwin und Gunzelin sind 1260 die neuen Burgherren. Später werden die Oldenhauser Besitzer der Burg, da die v. Meden im Jahre 1330 auf sie verzichten. Markgraf von Meißen zerstört die Burg 1365. Nach dem Wiederaufbau verpfändet Herzog Otto von Braunschweig 1375 die Anlage an Hans und Hermann von Olderhausen und Cord Spaden. Die Burg Windhausen geht 1499 in die Obhut mehrer Besitzer. Die Familie Koch übernimmt die Burg 1642 für 220 Jahre. Da nichts über den späteren Verlauf bekannt ist, vermutet man, dass sie einfach verlassen wurde und seitdem verfallen ist.

 

Schlossruine Elbingerode

Schlossruine Elbingerode an der Straße Wernigerode - Nordhausen, Süd-Ostecke der Stadt Elbingerode. Die Ruine ist vermutlich zur gleichen Zeit wie der Ort entstanden. (Ende 12. Jahrhundert) 1232 als Villa erwähnt in einer Urkunde, 1222 Herren v. Elbingerode beurkundet. 1341 und 1344 wird die Burg im Zusammenhang mit einem Vogt genannt. Vorübergehend im Besitz der Grafen von Heldrungen. 1247 kam Elbingerode an die Grafen v. Wernigerode. Mit Aussterben dieses Geschlechts kam der Ort an die Grafen von Stolberg. Seit 1653 stand Elbingerode unter der Verwaltung des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg und kam als Bestandteil des Königreiches Hannover 1866 an Preußen. 1514 erfolgte der Neubau des Wohnhauses der Burg zum Rennaisanceschloss. Beim Großbrand 1753 wurde das Schloss zerstört.


 

( Quelle: „Burg Falkenstein (Harz) 005“ von Wolkenkratzer - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Falkenstein_(Harz)_005.JPG#/media/File:Burg_Falkenstein_(Harz)_005.JPG )

Burg Falkenstein

Die 1115 erbaute Burguine Falkenstein liegt zwischen Meisdorf und Pansfelde auf einem Felsen hoch über dem Selketal. Die liebevoll wieder aufgebaute Burg ist heute eine der am besten erhaltenen Burgen im Harz. Sie gilt als das prachtvollste und eindrucksvollste Beispiel einer Burganlage im Harz, deren mittelalterliche Gestalt bis in die Gegenwart erhalten blieb. Um in das Innere der Burg zu gelangen, muss man 7 Tore passieren. Das Bauwerk besteht aus einer ummauerten Vorburg und einem markanten Mittelhof. Unterhalb der an die Ringmauer angelehnten, annähernd dreieckigen Kernburg steht hinter der 17 m hohen und 4 m starken Mantelmauer der 33 m hohe Bergfried. Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus Stein und Fachwerk rahmen den dreieckigen Hof mit überdachtem Brunnen ein. Die Burg Falkenstein diente Ende des 12. Jh. dem Stift Quedlinburg als Schutzvogtei. Graf Hoyer II. von Falkenstein (1211 – 1250) hatte auf Burg Falkenstein den Ritter Eike von Repgow zu Gast, der hier zwischen 1220 und 1235 den Sachsenspiegel, das erste bedeutende Buch für die deutsche Rechtsgeschichte, in Latein und in Deutsch verfasste. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Rechtsgrundsätzen, die als eine der wichtigsten Quellen mittelalterlichen Rechts in vielen Handschriften Verbreitung fand. Unter Graf Hoyer von Falkenstein erfolgte auch die Erweiterung der Burg. Da der letzte Graf von Falkenstein im 14. Jh. ohne Nachfolger blieb, gehörte die Burg einige Zeit den Bischöfen von Halberstadt. Im Jahre 1437 kauften dann die Herren von Asseburg die Burg Falkenstein und bauten sie zu einer Wohnburg aus. Auf der Burg Falkenstein finden Sie einen Falkenhof, welcher zahlreiche einheimische Greifvogelarten beherbergt. In der warmen Jahreszeit finden täglich (außer montags) Flugvorführungen mit diesen Tieren statt.
Zur DDR-Zeiten diente die Burg als Kulisse in zahlreichen Märchenfilmen der damaligen Filmgesellschaft DEFA.


Burgruine Arnstein

Am Ortsrand von Harkerode befindet sich die Ruine der Burg Arnstein auf einem nach drei Seiten hin steil abfallenden Bergsporn. Sie ist eine der größten mittelalterlichen Burganlagen im Harz. Mit dem Bau wurde im Jahre 1130 von dem Edelmann Walter von Arnstedt begonnen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg oft ihren Besitzer. Nach einem Brand im Jahre 1601 wurde die Burg einige Jahre später restauriert und zum Wohnschloß umgebaut. Der Verfall der Burg begann, nachdem die Grafen ihren Wohnsitz an einen anderen Ort verlegt hatten. Die Burganlage wurde an die Familie von Knigge verpfändet, in deren Besitz sie im Jahre 1812 überging. Auf der Burg Arnstein wurden von einem Mitglied dieser Familie auch die allseits bekannten Benimmregeln zu Papier gebracht. Nach der Enteignung der Familie von Knigge im Jahre 1945 wurde die Gemeinde Harkerode Besitzer der Burgruine. Die Burgruine Arnstein ist touristisch noch wenig erschlossen. Der Eintritt ist kostenlos und Sie finden hier auch keine der üblichen Souvenirläden und Imbißbuden. Zu erreichen ist die Burgruine durch einen kurzen Fußweg vom Parkplatz an der Straße zwischen Sylda und Harkerode.
     


Die Burg und Festung Regenstein
Die Burgruine Regenstein liegt 3 km nördlich von Blankenburg in Sachsen-Anhalt und ist ein beliebtes Ausflugsziel, auf dem jedes Jahr ein Ritterspiel und ein Garnisonsfest stattfinden.
 
Die Reste der im Jahre 1162 erstmals erwähnten Burg befinden sich auf einem markanten Felssporn etwa drei Kilometer nördlich der Stadt Blankenburg. Als Besonderheit gilt die aus dem Sandstein herausgearbeitete Architektur mit ihren heute noch erhaltenen 32 Felsräumen und Gräben, die größtenteils noch besichtigt werden können.

Zusätzlich hatte die etwa 180 × 90 m große Burg im Mittelalter zahlreiche Gebäude, vier Toranlagen und sieben Türme. Archäologisch nachgewiesen sind Warmluftheizungen an mehreren Stellen und eine 20 m tiefe Zisterne. Die ältesten Funde stammen aus dem frühen 11. Jahrhundert. Der Regenstein war vom 12. bis 15. Jahrhundert Herrschaftsmittelpunkt der gleichnamigen Grafschaft, deren Machtfülle den größten Teil des Nordharzes und seines Vorlandes umfaßt. Mitte des 15. Jahrhunderts ist der Regenstein zugunsten Blankenburgs und Derenburgs aufgegeben worden.
Urkundlich wurde erstmals 1162 der Comes de Regenstein (Graf zu Regenstein), Konrad – der Sohn des Grafen Poppo I. von Blankenburg (aus dem Haus der Reginbodonen), namentlich erwähnt. Berühmt wurde die Burg vor allem durch den Grafen Albrecht II. von Regenstein (1310-1349), der in den 30er Jahren des 14. Jahrhunderts häufige Streitigkeiten mit den Regierenden der umliegenden Städte, dem Bischof von Halberstadt und der Äbtissin von Quedlinburg hatte. Romantisch verklärt wurden diese Geschichten in der Ballade Der Raubgraf von Gottfried August Bürger (vertont von Johann Philipp Kirnberger) sowie dem Roman von Julius Wolff (Der Raubgraf).

Im 15. Jahrhundert zog die Regensteiner Grafenfamilie auf das Blankenburger Schloss. Die Burg verfiel und wurde zur Ruine. Der letzte männliche Nachfahre des adeligen Geschlechtes, Graf Johann Ernst von Regenstein, starb 1599.

Nach zweihundert jähriger Ruinierung besetzte im Jahre 1670 Kurbrandenburg in Folge eines Territorialstreites die alte Residenz und errichtete in relativ kurzer Bauzeit eine Bergfestung mit fünf Hauptbastionen, mehrere Gebäude (Magazin- und Zeughäusern, Kasernen, Wirtschaftshäusern) und einen 197 m tiefen Brunnen sowie aufwendige Toranlagen. Diese Festung richtete sich zunächst gegen Braunschweig (Blankenburg) und sollte Magdeburg und Halberstadt im Vorfeld sichern. Unter Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. wurde die Festung weiter ausgebaut und auf den gesamten zwei Kilometer langen Höhenrücken ausgedehnt. Nach der Befreiung von einer französischen Besatzung während des Siebenjährigen Krieges sind die Festungsgebäude 1758 zerstört worden. Die gemauerten Bastionen und Erdwerke sowie die Toranlage sind jedoch auch heute noch sichtbar. Die Burg und Festung Regenstein blieb bis 1945 eine preussische Enklave inmitten braunschweigischen Territoriums. Die gesamte Anlage ist als Freilichtmuseum gestaltet. In einigen Felskasematten sind Funde aus der Burgen- und Festungszeit des Regensteins ausgestellt. Von den höher gelegenen Felsplattformen ist bei guter Sicht ein Rundblick von bis zu 50 km möglich.


 
Burgruine Hohenstein

Nahe Neustadt, 12 km nordöstlich von Nordhausen  befindet sich die eindrucksvolle Ruine der Burg Hohnstein.
Die im Jahre 1120 erbaute Burg war ursprünglich der Stammsitz der Hohnsteiner Grafen. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg Hohnstein zu einer starken Befestigungsanlage ausgebaut. Dadurch wurde sie zu einer der größten Burganlagen dieser Zeit im gesamten Harzgebiet. Doch genutzt hat es am Ende nicht viel: Im 30jährigen Krieg wurde die Burg Hohnstein von kursächsischen Truppen erobert und niedergebrannt. Seither ist der Hohnstein eine imposante Ruine. Die verbliebenen Überreste lassen auch in unserer Zeit noch die einstige Größe der mittelalterlichen Anlage erahnen. Zu sehen sind heute noch Reste der Oberburg und des inneren Burghofs - u.a. der Bergfried, der Palas sowie einige Tore und Burgmauern. In den 90er Jahren wurde die Burgruine Hohnstein aufwendig restauriert und wieder sehr schön hergerichtet. Die malerische romantische Gesamtanlage macht die Ruine zu einem sehr attraktiven Ausflugsziel.


        
Die Burgruine Königsburg
Sie liegt in einer Höhe von 460 Meter über Normalnull am Rand eines bewaldeten und steilabbrechenden Plateaurand über dem Zusammenfluss von Warmer und Kalter Bode, 0,2 km südlich des Ortes Königshütte. Von ihr bietet sich eine gute Aussicht zum Wurmberg und Brocken.
 
Die Burgruine Königsburg gehört zu den besonders geschichtsträchtigen Orten im Harz. An diesem Platz weilten im Mittelalter u.a. die Kaiser Otto I., Otto II., Otto III., Otto IV., Heinrich II., Heinrich III. sowie Papst Viktor II..
Die Burg wurde vermutlich im 10. Jahrhundert von Heinrich I. als Schutz des strategisch wichtigen Bodeübergangs einer damals bedeutenden Handelsstraße errichtet. Seit dem 16. Jahrhundert war die Burg unbewohnt und verfiel allmählich.

 Roseburg (Harz)

Die Roseburg

Die Roseburg, zwischen Rieder und Ballenstedt nahe Quedlinburg gelegen, zählt zu den spätesten Burganlagen in Sachsen-Anhalt, wurde sie doch nach den romantischen Entwürfen des Berliner Architekten Bernhard Sehring (1855-1941) an der Stelle einer 963/964 erwähnten Burganlage, von der sich geringe Reste im Park erhalten haben, errichtet. 1905 erwarb Sehring das Grundstück aus anhalt-dessauischem Besitz und errichtete die weitläufige Anlage mit Landschaftspark. Nach dem Tod von Sehrings Frau im Jahre 1950 wurde die Anlage von 1955 bis 1968 zu landwirtschaftlichen Zwecken sowie danach als Naherholungsgebiet genutzt – ab 1984 als Kultur- und Erholungszentrum. Seit 2004 wird die Anlage durch die „Roseburg GbR” genutzt.

Besonders hervorzuheben sind der „Palas“ mit Burgkapelle, ein Wartturm mit Wehrgang, die Vorburg mit Wohnturm (1907-1908). Bereits 1908 konnte der Architekt die Roseburg als Sommersitz der Familie und stilvolle Unterbringung für seine gesammelten Kunstschätze nutzen


 

Die Gersdorfer Burg

Sie liegt 2 km südlich der Stadt Quedlinburg in Richtung Badeborn am Fuß der Seweckenberge. Die Burg wurde wohl Anfang des 12. Jahrhunderts nahe dem 961 genannten „Gerwigesthorp“, das schon um 1300 wüst fiel, gegründet und im 14. Jahrhundert von den Grafen von Regenstein ausgebaut. Erstmalig wird sie 1320 als „dat hus to Gerstorp“ genannt. In einer Fehde mit den Bürgern von Quedlinburg wird die Anlage 1337 zerstört und 1369 erneuert. 1756 wird sie bei der Anlage eines großen Gutes weitestgehend abgerissen. 
Die Burg ist zweiteilig mit elliptischem Grundriss. Nur wenige Mauerreste haben sich erhalten, doch ist das doppelte Wall- und Grabensystem – besonders im Norden – noch in recht bemerkenswertem Zustand. Die Kernburg ist nahezu kreisförmig. Aus der Ausbauphase Ende des 14. Jahrhunderts stammt wohl der bemerkenswerte achteckige Bergfried von 24 m Höhe, dessen Einstiegsöffnung sich in 11,5 m Höhe befindet.

  
Die alte Burg Osterode

Am Rande der historischen Altstadt, oberhalb des städtischen Friedhofs gelegen, steht heute noch der imposante Rest des 34 Meter hohen Burgturms sowie einige Mauern und Pfeiler von anderen Gebäuden der 1153 erstmals urkundlich erwähnten Anlage.
Ein Vorgängerbau stand an diesem Platz aber vermutlich schon deutlich früher (etwa 10. Jahrhundert).
Die im Stil der Romanik aus Gipsmörtel und großen Geröllsteinen erbaute Burg war ursprünglich etwa 40 mal 60 Meter groß. Sie wurde in einer im Mittelalter im Südharz typischen Bauweise errichtet, die es sonst aber in keiner anderen Region gab. Der Bergfried der Alten Burg zählte zu den größten Burgtürmen in Mitteleuropa.

Die etwa 32 m hoch aufragende Bergfriedruine der Alten Burg, die auf einem kleinen Bergsporn den Stadtteil Freiheit und die Osteroder Innenstadt überragt, ist durch ihre gewaltigen Dimensionen (Außendurchmesser unten: 12,8 m, Mauerstärke unten: 3,7 m), ihr früh- oder hochromanisches Alter und die Bauweise ein herausragendes Beispiel einer verlorenen Bautradition (GROBIS, 1983; KULKE, 1995).

Dieser einstmals gewaltiger wirkende Turm wurde vor ca. 850 Jahren als beherrschender Bau einer weitgehend verschwundenen Burganlage sehr systematisch in Schichtbauweise errichtet

 
Burgruine Scharzfeld

Auf einem hohen Felsen über dem Ort Scharzfeld erhebt sich am Südrand des Harzes die Ruine der Burg Scharzfels. Sie wurde im 12. Jahrhundert vermutlich auf den Resten einer noch älteren Befestigungsanlage erbaut. Teile der Burg wurden direkt aus dem Felsen herausgearbeitet.

Die Burg Scharzfels war lange Zeit bewohnt. Im 17. Jahrhundert wurde sie zur Festung gemacht. Als die Burg im siebenjährigen Krieg von den französischen Truppen belagert wurde, hatte der Verfall der Burganlagen bereits begonnen. Im Jahre 1761 wurde die Burg Scharzfels von den Franzosen eingenommen, im Brand gesetzt und anschließend die verbliebenen Reste gesprengt. Der im Bild ersichtliche gemauerte Aufgang zur Burgruine stammt aus dem Jahre 1962.

Heute ist die Ruine der Burg Scharzfels ein beliebtes Ziel für Wanderer. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr, und falls Sie mit Kindern unterwegs sind, sollten Sie diese nicht allein im Ruinengelände herumlaufen lassen.
Oben werden Sie dann mit einer schönen Aussicht auf das südliche Harzvorland belohnt. Nach der Besichtigung der Ruine haben Sie die Möglichkeit, in der Burggaststätte einzukehren.



Fortsetzung folgt...